SOZIALES: Von Mannsbildern und Männerbildern
POTSDAM - Morgens bei Seyfarths. Der einjährige Karl möchte malen. Die Mutter ist längst unterwegs mit dem Zug nach Berlin, wo sie ihr Medizinstudium fortsetzt. Also muss wieder Papa Thomas ’ran. Natürlich läuft das Malen auf eine einzige Kleckerei hinaus, aber dem jungen Vater macht das Spiel mit seinem Kleinen Spaß. Eigens um bei seinem Sohn zu sein und der Lebensgefährtin das Studieren zu ermöglichen, hat der 37-jährige Brandenburger drei Monate Elternzeit genommen. In dieser Zeit arbeitet der Angestellte nur zehn Stunden die Woche für einen international aktiven Windkraftanlagenhersteller.