Schluss mit Vätern zweiter Klasse - das fordert der Verein "Väteraufbruch für Kinder" in einer Demonstration, die morgen in Berlin stattfindet. Der Verband protestiert dagegen, dass unverheiratete Väter das gemeinsame Sorgerecht für ihre Kinder nur dann erhalten, wenn die Mütter zustimmen.
Er will sie doch nur sehen, für seine Tochter da sein. Aber die Mutter erlaubt es nicht. Denn meist bekommt bei Unverheirateten die Frau das Sorgerecht. Eine schreiende Ungerechtigkeit, sagen viele Väter.
Das Klischee, ein Weichei, Waschlappen oder eine Memme zu sein, bekommen sie schnell zu hören: Männer, die sich nicht gegen die Gewalttätigkeiten ihrer Frau zu helfen wissen. Die werden verlacht, gelten als Verlierer. Horst Schmeil kennt das Problem aus eigener Erfahrung. Sein Familienleben war für ihn zum Albtraum geworden.
Mit einem Demonstrationszug vom Alexanderplatz über den Gendarmenmarkt bis zum Brandenburger Tor hat der Verein "Väteraufbruch für Kinder" gestern eine bessere Einbeziehung der Väter in die Familienpolitik gefordert.