Er will sie doch nur sehen, für seine Tochter da sein. Aber die Mutter erlaubt es nicht. Denn meist bekommt bei Unverheirateten die Frau das Sorgerecht. Eine schreiende Ungerechtigkeit, sagen viele Väter.
Als er seine Tochter zum vorletzten Mal sah, drehte sie sich weg. Douglas Wolfsperger macht eine eigenartige Bewegung auf seinem roten Sessel, um vorzuführen, wie sie sich mit angelegten Armen in sich selbst verschraubte. Unfähig, zu gehen. Unfähig, dazubleiben. Er hatte ihr nichts getan. So sah er es. Aber statt als Vater wahrgenommen zu werden in dem kalten, notdürftig für Kinder eingerichteten Zimmer der Arbeiterwohlfahrt in Köln, wo sie einander nun zum dritten Mal unter Aufsicht begegneten, war er nur der, vor dem sie sich die Augen zuhielt, dessen Mitbringsel sie verweigerte, auf dessen Fragen sie antwortete: „Ich weiß nicht.“
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