Seit Anfang Mai befragt der Väteraufbruch für Kinder e.V. (VafK) unter Federführung seines Berlin-Brandenburger Landesverbandes die Kandidierenden der Bundestagswahl 2009 zur Väterpolitik – Familienpolitik mit Vätern. Getragen wurde die bundesweite Aktion durch viele Väter und Mütter, die den Kandidierenden ihrer Wahlkreise 7 Fragen zur Väterpolitik stellten. Die Fragen wurden per Multiple Choice beantwortet und konnten durch Kommentare ergänzt werden. Inzwischen sind Antworten von mehr als 250 Politikerinnen und Politikern eingegangen und im Internet unter www.vaeterpolitik.de veröffentlicht worden.
Thematisch dreht sich der Kurzfragebogen um eine stärkere Kinderbetreuung durch Väter, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ein grundgesetzliche verankertes Recht der Kinder auf Erziehung durch ihre beiden Eltern, das Sorgerecht für nicht miteinander verheiratete Eltern sowie Maßnahmen und Folgen einer gezielten Förderung von aktiven Vätern durch die Politik.
Der Väteraufbruch für Kinder, der nur einen Rücklauf von ein paar Dutzend Fragebögen erwartet hatte, freut sie über die große Resonanz. „Wir hoffen“, so Rainer Sonnenberger vom Bundesvorstand des VafK, „dass von dieser Aktion ein politischer Impuls ausgeht, der über die Bundestagswahl hinaus trägt.“ Der VafK wird deshalb erst nach der Bundestagswahl unter www.vaeterpolitik.de eine statistische Auswertung seiner Befragung ins Netz stellen und mit seinen eigenen politischen Positionen ergänzen.
Ein erstes Fazit der Befragung steht bereits fest: Bei der Frage, wie Väter stärker in die Familien eingebunden werden können, herrscht quer durch alle Parteien eine große Meinungsvielfalt. Insgesamt ist die Familienpolitik für und mit Vätern noch sehr entwicklungsbedürftig.
Details unter: