Aus aktuellem Anlass fordert der Väteraufbruch für Kinder e.V. (VafK), das Forschungsvorhaben des Bundesministeriums der Justiz "Gemeinsames Sorgerecht von nicht miteinander verheirateten Eltern" auszuweiten. Derzeit befindet sich das Forschungsvorhaben in der Ausschreibungsphase, deren Frist am 25. November 2008 abläuft.
Am vergangenen Wochenende stellte der VafK auf seinem 7. Familienkongress in Halle/Saale die Ergebnisse seiner Internet-Befragung mit über 1000 Teilnehmern vor.
Demnach trägt die jetzige Regelung des Sorgerechts für nicht miteinander verheiratete Eltern Konflikte in die jungen Familien hinein, weil sich die Eltern über die Erklärung der gemeinsamen Sorge verständigen müssen. Viele Väter klären die Sorgerechtsfrage nicht, weil sie rechtlich schlecht informiert sind, eine Ablehnung seitens der Mutter befürchten oder eben Streit vermeiden wollen. Außerdem legen die Ergebnisse der Studie nahe, dass die staatlichen Hilfsangebote zur Beilegung von elterlichem Streit nicht das Vertrauen der Mütter genießen, die aus diesem Grund häufig die gemeinsame Sorge von vornherein ablehnen.
Da diese Aspekte eine Neufassung des Sorgerechts nahe legen, sollten sie in dem anstehenden Forschungsvorhaben zusätzlich berücksichtigt werden. Bereits jetzt ist in den meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union das Sorgerecht wesentlich fortschrittlicher geregelt als in Deutschland.
Link zur Studie:
http://www.vafkbb.de/modules/wfdownloads/visit.php?cid=3&lid=32 Rainer Sonnenberger
Väteraufbruch für Kinder
Berlin-Brandenburg e.V.
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